Direkt zum Inhalt
Die Dash-Buttons sind ab sofort nicht mehr erhältlich.

Amazon macht mit seinen Dash-Buttons Schluss - weltweit

03.03.2019

Online-Gigant Amazon hat seine Dash-Buttons komplett aus dem Programm genommen. Nun will man sich auf verwandte digitale Dienste konzentrieren.

Der E-Commerce-Riese hat den Verkauf Bestellknöpfe zum Nachordern von Alltagsartikeln weltweit eingestellt. Dash-Buttons, die bereits in Betrieb sind, bleiben – zumindest in der nächsten Zeit – auch weiterhin funktionsfähig, betont Amazon-Manager Tim Freystedt.

Vor allem für Deutschland hat diese Entscheidung eine besondere Brisanz. Im Jänner hat Amazon nämlich in zweiter Instanz vor dem Oberlandesgericht München einen Rechtsstreit mit der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen verloren. Die Richter entschieden, dass die Dash-Buttons gegen das Gesetz verstoßen, weil beim Einkauf keine klaren Informationen zu Inhalt und Preis geliefert wurden und zudem der Hinweis auf eine zahlungspflichtige Bestellung fehlte.

Die Niederlage von München habe aber nichts im dem weltweiten Aus zu tun, betont man bei Amazon. Der Grund sei vielmehr, dass Kunden zunehmend andere Angebote zum Nachordern nutzen – etwa via Alexa. Dennoch wolle man sich vor Gericht noch nicht geschlagen geben. „Wir werden nach wie vor gegen die Entscheidung des OLG Rechtsmittel einlegen, weil wir sie für innovationsfeindlich und falsch halten“, so Freystedt. Zuletzt waren rund 70 Buttons für diverse Artikel wie Waschmittel, Windeln, Kondome, Kaffee oder Kosmetik im Angebot.

Werbung

Weiterführende Themen

NSA inside? Der Ex-Chef des Geheimdienstes heuerte nun bei Amazon an.
Branche
21.09.2020

Der Amazon-Vorstand hat ein neues Mitglied – und diese Personalentscheidung ist nicht ohne: mit Keith Alexander holt sich Jeff Bezos den ehemaligen – heftig umstrittenen – Chef des US- ...

Branche
03.09.2020

Auch wenn der Online-Gigant sein Image derzeit mit herzergreifenden TV-Spots aufpolieren möchte: hinter der Fassade dürfte es dann doch nicht so nett sein, wie in der Werbung suggeriert.

Der Prime Day wurde verschoben, ein Sommerschlussverkauf soll an seine Stelle treten.
Branche
04.06.2020

Um den Corona-bedingt verschobenen Prime Day zu kompensieren plant der Online-Gigant für Ende Juni eine sieben- bis zehntägige Serie an Rabattaktionen.

Branche
15.04.2020

Amazon muss in Frankreich – einem Gerichtsbeschluss zufolge – bis auf weiteres Teile seiner Versand- und Lageraktivitäten einstellen. Außerdem drohen empfindliche Strafen, wenn Sicherheitsauflagen ...

Branche
19.02.2020

Nach der Großrazzia im Amazon-Verteilzentrum in Großebersdorf bei Wien nehmen Regierung und Gewerkschaft den Online-Riesen in die Pflicht.

Werbung