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Im Schatten von Big Ben soll es Steuertricks an den Kragen gehen.

Amazon, Google & Starbucks am Pranger: Großbritannien will strengere Regeln bei Steuertricks

17.08.2016

In Großbritannien sind am Mittwoch neue Regeln zur Bekämpfung von Steuertricks in die Wege geleitet worden. Im Visier stehen dabei vor allem Finanz- und Steuerberater. Sie sollen mit hohen Strafen abgeschreckt werden, ihren Kunden dabei zu helfen, Steuern nicht zu zahlen.

Die Regierung in London sprach von einer regelrechten "Wertschöpfungskette zur Vermeidung von Steuerzahlungen". Die Finanzbranche hat nun Gelegenheit, sich zu den Plänen zu äußern. Die neue Premierministerin Theresa May hatte kurz vor ihrem Amtsantritt versprochen, gegen legale Steuertricks und illegale Maßnahmen zur Steuerhinterziehung vorzugehen. Die konservative Politikerin hatte unter anderem die US-Konzerne Amazon, Starbucks und Google angeprangert.

Dem britischen Finanzministerium zufolge sollen die Behörden künftig bei Fällen von Steuervermeidung mit Strafen gegen Steuerberater und Wirtschaftsprüfer vorgehen können. Berater sollen eine Buße in Höhe der Summe auferlegt bekommen, die ihre Kunden durch Tricks sparen.

Autor/in:
APA – Austria Presse Agentur / Redaktion
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