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Aktion scharf gegen Kartelle im Online-Handel: EU-Kommission will mehr grenzüberschreitenden Handel

18.05.2015

Die EU-Kommission leitete letzte Woche eine kartellrechtliche Untersuchung zum Wettbewerb im elektronischen Handel ein. Denn für EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager würden Endkunden beim grenzüberschreitenden Internet-Handel „auf zu viele Hindernisse“ stoßen. Amazon und Co. wird’s jedenfalls freuen. In Österreich fließt derzeit die Hälfte des Online-Umsatzes ins Ausland.  

Das Augenmerk der Prüfung soll unter anderem auf dem Online-Handel mit Elektronik, Bekleidung und Schuhen liegen, sowie auf digitalen Inhalten. Grenzüberschreitende Käufe würden innerhalb Europas nur langsam zunehmen, meint Vestager. Grund dafür seien verschiedene rechtliche Hindernisse, die Verstager beseitigen möchte. Sie heftet ihre Aussagen unter die Flagge des „freien Wettbewerbs“.

Verstager sehe Anzeichen dafür, dass Firmen selbst Hindernisse für den länderübergreifenden Internet-Handel schaffen. Sie spricht von vertraglichen Vereinbarungen, die Händler daran hindern, Waren oder Dienstleistungen in andere EU-Staaten zu verkaufen.

Wettbewerbliches Ungleichgewicht

Unberücksichtigt bleiben freilich die Fragen nach den ungleichen Wettbewerbsbedingungen zwischen internationalen Versendern und den heimischen Händlern. Auch wird ohne Regelung dem Fiskus noch deutlich mehr Schotter durch die Hände fließen. „Von den sechs Milliarden Euro, um die 2014 in Österreich online eingekauft wurde, sind 50 Prozent ins Ausland gegangen, der größte Teil nach Deutschland. Dieser Umsatz bringt keine Steuern, keine Gebühren und Abgaben und schafft keine Arbeitsplätze“, bringt‘s e-tec-Geschäftsführer Bert Kuhn gegenüber Elektrojournal auf den Punkt. Das gesamte Interview lesen Sie jetzt in Elektrojournal 5/2015.  

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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