Direkt zum Inhalt

AK stürzt sich auf Elektrohandel: "Im Schnitt 21 gesetzwidrige Klauseln pro Vertrag"

02.02.2009

Von 258 Vertrags-Klauseln verstießen dabei 148 (!) gegen gesetzliche Bestimmungen. Konkret überprüft wurden Conrad, Cosmos, DiTech, (!)haas, Hartlauer, Media Markt und Saturn.

Die Arbeiterkammer bereitet bereits Abmahnverfahren gegen sieben große Elektrohändler vor. Überprüft wurden jüngst die AGB einiger Unternehmen, wobei nicht weniger als 21 gesetzwidrige Klauseln pro Vertrag festgestellt worden seien. Im "besten" Vertrag fänden sich acht rechtswidrige Klauseln, im "schlechtesten" seien es gar 31 gewesen. Eine Klausel kann dabei auch mehrere Verstöße enthalten. Die Klauseln verletzen das Konsumentenschutz-, Datenschutz- und Preisauszeichnungs-Gesetz sowie das Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch.

Im Vertrag steht etwa, "dass die Ware umgehend nach Kauf auf Vollständigkeit und etwaige Mängel zu prüfen ist und diese umgehend nach Vertragsabschluss zu rügen sind." Nachträgliche Reklamationen könnten nicht anerkannt werden. "Eine solche Rügepflicht ist unzulässig und geht gegen das Konsumentenschutz-Gesetz", erklärt AK-Konsumentenschützerin Anja Mayer. "Der Kunde hat einen Anspruch auf Gewährleistung. Er muss die Ware nicht auf allfällige Mängel überprüfen." >>>

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
Werbung

Weiterführende Themen

Telekom
22.01.2010

Das Handelsgericht Wien gab einer Klage des Vereins für Konsumenteninformation gegen Hutchison 3 G Austria statt. Stein des Anstoßes waren die AGB-Klauseln mit einer Schriftgröße von unter sechs ...

Branche
13.08.2009

Ein Konsument schickte nämlich einem Elektrohändler eine im Online-Shop bestellte Antenne zurück. Der Anbieter verrechnete ein Entgelt, weil der Konsument zuvor das Teil ausgepackt und ausprobiert ...

Branche
17.06.2009

Das gleiche Gerät koste beim vergleichbaren Händler hier zu Lande um vier Prozent mehr. Unter die Lupe genommen wurde offenbar nur die Preis-Gebarung bei Media-Saturn.

Telekom
30.01.2008

"Die stark beworbenen Aktionstarife gelten in erster Linie für Neuanmeldungen. Wer den Tarif wechselt, zahlt drauf", kritisiert Konsumentenschützer Harald Glatz. Robert F. Hartlauer sieht's als ...

Telekom
12.12.2007

Grundlage für diese Erkenntnis der Arbeiterkammer: Ein Test für Auslandsanrufe bei fünf Anbietern über Einwahlnummern - so genannte Call-Through-Anbieter - und vier Calling Cards.

Werbung