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Sehen „das Zeitalter der E-Mobilität“ gekommen (v.l.n.r.):  Verbund Vorstands-Vorsitzender Wolfgang Anzengruber, Smatrics-Geschäftsführer Michael-Viktor Fischer und Stefan Niemand von Audi

The Age of E-Mobility

27.07.2016

Für Automobilhersteller Audi, Infrastruktur-Anbieter Smatrics und Stromanbieter Verbund ist nun endlich „das Zeitalter der E-Mobilität“ angebrochen.

In punkto E-Mobilität sehen Automobilhersteller Audi, Infrastruktur-Anbieter Smatrics und der Stromanbieter Verbund den Zeitpunkt fürs „Durchstarten“ gekommen: Heutzutage gibt es attraktive Automodelle, eine flächendeckende E-Lade-Infrastruktur, eine steigende Reichweite, und somit insgesamt große Anreize für den Umstieg auf Elektroautos.

Stefan Niemand verantwortet bei Audi den Bereich Batterie-Elektroautos – für ihn sind Elektromobilität sowie in weiterer Folge vernetztes und automatisiertes Fahren die derzeit wichtigsten Innovationstreiber der Autoindustrie: „Pkw mit Elektroantrieb verbinden auf ideale Weise Fahrspaß und Nachhaltigkeit.“

Verbund wiederum setzt schon länger auf E-Mobilität und hat gemeinsam mit Siemens 2013 den Infrastrukturprovider Smatrics gegründet. Der Strom für die E-Ladestationen kommt dabei zu 100 % aus österreichischer Wasserkraft.

Dazu Vorstandsvorsitzender Wolfgang Anzengruber: „Wenn wir die in Paris festgelegten Klimaziele ernst nehmen, müssen wir die Dekarbonisierung des Verkehrssektors vorantreiben.“

Das Angebot an attraktiven Fahrzeugmodellen mit elektrischem Antrieb wird stetig größer, auch die Zahl der Anmeldungen steigt. So wurden im ersten Quartal 2016 rund 1.300 neue E-Fahrzeuge für Österreichs Straßen zugelassen, das entspricht mehr als einer Verdoppelung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Überproportional groß fiel dabei der Zuwachs bei firmengenutzten E-PKW aufgrund der seit Jahresbeginn geltenden steuerlichen Begünstigungen aus. Der gesamte E-Fahrzeugbestand liegt in Österreich derzeit bei rund 10.000, mit starkem Trend zur Beschleunigung.

E-Lade-Infrastruktur: dichteres und weiteres Netz

Michael-Viktor Fischer, Geschäftsführer von Smatrics, sieht Österreich hinsichtlich der Infrastruktur für Elektromobilität europaweit im absoluten Spitzenfeld: „Mit mindestens einer Ladestation im Umkreis von ca. 60 km steht einer voll-elektrischen und somit ökologisch nachhaltigen Mobilität vom Neusiedlersee bis zum Bodensee nichts mehr im Weg.“

Smatrics hat österreichweit ein flächendeckendes Ladenetz mit 400 Ladepunkten, 200 davon sind High-Speed-Ladestationen mit 43kW bzw. 50kW, die das Aufladen der Batterie in 20 Minuten ermöglichen sollen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf hochfrequentierten Standorten entlang der Autobahnen und in Ballungszentren.

Und weil E-Mobilität nicht an der Landesgrenze endet, erweitert Smatrics das Ladenetz auch international. Mit einer Smatrics-Kundenkarte lässt sich das E-Auto auch in Deutschland, Belgien und den Niederlanden, Slowenien und der Slowakei laden.

Audi entwickelt aktuell unter der Submarke e-tron E-Autos, die längere Strecken rein elektrisch fahren können. Dazu sagt Stefan Niemand: „Bis 2018 haben wir fünf Plug-in Hybridmodelle im Angebot und bringen einen rein elektrisch angetriebenen High End SUV mit mehr als 500 km Reichweite auf dem Markt.“

Die Technologien für noch schnelleres Laden entwickeln sich kontinuierlich weiter. Gegenwärtig sind Förderprojekte für das Laden mit 150-350kW bereits konkret beauftragt. Ab einer gewissen Dichte an E-Fahrzeugen werden auch induktive Lade-Lösungen eine Rolle spielen. Michael-Viktor Fischer regt diesbezüglich steuerliche Anreize auch für Privatpersonen an. Er fordert die Gebührenbefreiung für das Kurzparken mit E-Cars genauso wie bauliche Maßnahmen für E-Ladestationen an Parkplätzen und in Tiefgaragen.

 

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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