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3 treibt Zusammenführung mit Orange-Netz voran ... und (vorerst) 97 Mitarbeiter zum AMS

25.06.2013

Jetzt wird’s ernst mit der Integration von Orange. Bis Ende Juli will Hutchison 3G-Chef Jan Trionow die erste Phase der Zusammenführung der beiden Unternehmen unter der Marke „3“ abgeschlossen haben. Dann wird’s auch für die Kunden spürbar: Die GSM-Netze (2G) von Orange und T-Mobile - dem nationalen Roaming-Partner von Drei - werden zusammengeführt. Zu spüren bekommen die Verschmelzung auch die Mitarbeiter von Orange und 3: 97 Mitarbeiter wurden beim AMS zur Kündigung angemeldet.

Die Anzahl der Shops wird nämlich - wie angekündigt - von bisher insgesamt 140 auf 90 reduziert. "Wir haben letzte Woche eine AMS-Meldung für 97 Mitarbeiter durchgeführt, primär aus dem Shop-Bereich", sagte Trionow heute, Dienstag, bei einem Pressegespräch. Das Call Center in Wiener Neustadt wird Ende Jänner geschlossen, 70 Leute dort müssen sich inzwischen ebenfalls nach neuen Jobs umsehen. Wie viele Leute insgesamt gehen müssen, "entscheidet sich Schritt für Schritt", sagte Trionow, "abhängig vom Integrationsfortschritt". Will heißen: je intensiver die Integration, umso mehr müssen gehen.

Kosten wird die technische Zusammenführung der beiden Unternehmen "die üblichen dreistelligen Millionenbeträge", so Trionow, "genauer möchte ich nicht werden". Die Kosten sollen aber die 500 Mio. Euro nicht übersteigen, die man sich in den nächsten Jahren an Einsparungen durch den Zusammenschluss erhofft. "Da sind wir auf einem guten Pfad."

Aus den 4.000 Standorten von 3 und den 4.600 von Orange soll künftig ein einheitliches Netz von 6.000 Standorten entstehen. Die GSM-Abdeckung erreicht 3 derzeit nur durch ein National-Roaming-Abkommen mit T-Mobile, das noch längerfristig weiterlaufen soll. Das Roaming mit A1 "gibt es nur noch punktuell" so Trionow, "das läuft aus“.

In der zweiten Phase - August bis Oktober 2013 - sollen die 3G-Netze von 3 und Orange zusammengeführt werden. In Phase 3 soll dann bis Ende 2015 das Ziel-Netz mit 6.000 Standorten entstehen und einer landesweiten Abdeckung für 2G, 3G und 4G (LTE). Der Zeitplan für den flächendeckenden Rollout von LTE werde auch vom Ausgang der Frequenzversteigerung im Herbst abhängen.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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