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3-Pläne für den EFH in Ausarbeitung: Aber verhindert Brüssel die Orange-Übernahme?

04.02.2012

Die Orange-Übernahme wird sich auf den Elektrofachhandel auswirken. Von neuen Chancen spricht 3CCO Rudolf Schrefl. An den genauen Plänen für den EFH tüftelt Hutchison 3G derzeit noch. Erst muss der Mobilfunker das Übernahme-Okay aus Brüssel abwarten. Und ob das kommt, scheint ganz und gar nicht fix, glaubt man der Bundeswettbewerbsbehörde.

Hutchison 3G kauft Orange. Es sollte also Mitte des Jahres nur noch drei große Mobilfunker in Österreich geben. Dass der Vertrag unterschrieben wurde, kommt nicht sonderlich überraschend. Elektrojournal Online berichtete bereits im Oktober über Hutchisons Übernahmegelüste. Mit Orange hätte Hutchison 3G etwas mehr als jeden fünften rot-weiß-roten Handynutzer "unter Vertrag". Genau das soll für den Elektrofachhandel neue Chancen bieten, sagt 3CCO Rudolf Schrefl im Gespräch mit Elektrojournal Online. "Es wird im Zuge der Reorganisation des Marktes eine neue Dynamik entstehen, wodurch auf jeden Fall einige Arbeit auf uns und unsere Vertriebspartner zukommt. Jeder der unsere Vertriebsstrategie kennt, weiß aber, dass wir auch weiterhin auf Kontinuität und Wachstum im EFH setzen werden." Unklar ist, ob sich der Orange-Außendienst weiter um den EFH kümmern wird, bzw. wie und ob die Außendienste zusammengelegt werden. Diese Frage kann Schrefl erst beantworten, wenn die Transaktion wirklich über die Bühne ist.

Grünes Licht aus Brüssel "schwer vorstellbar"

Denn obwohl der Kauf nun offiziell ist, ist er nicht fix. Von den europäischen Wettbewerbshütern fehlt noch das grüne Licht. "Ein Okay für dieses Paket ist, so wie es derzeit ausschaut, schwer vorstellbar", sagt Stefan Keznickl von der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) zur Nachrichtenagentur APA. Die Übernahme schränke den Wettbewerb schließlich ein. Allerdings liegen derzeit der BWB noch keine Details zu diesem Deal vor.

Integration im EFH?

Orange und 3 rechnen Mitte des Jahres mit der Erlaubnis aus Brüssel.  "Bis zur Freigabe durch die Behörden agieren beide Unternehmen als völlig unabhängige Unternehmen. Das ist auch gut so und bietet allen Vertriebspartnern Sicherheit und Kontinuität", so Schrefl. Wie die Integration der beiden Unternehmen im Elektrofachhandel im Detail ausschaut, ist noch nicht klar. "Wir haben diesbezüglich auch noch ausreichend Zeit um gemeinsam mit den betroffenen Partnern Konzepte zu diskutieren und ein für alle Parteien umsetzbares Konzept zu erarbeiten." Was nach der Freigabe passiert, wird in den nächsten Monaten und mit den Vertriebspartnern abgestimmt und umgesetzt.

Preislich will 3 jedenfalls auch nach der Integration aggressiv auftreten. Der Diskonter yesss! wird aber aus wettbewerbsrechtlichen Gründen an A1 weitergegeben. Das heißt, künftig sind mit bob und yesss! beide großen Diskonterschienen unter dem A1-Dach - außer Brüssel sagt "nein".

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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