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2015 futsch und weg? EU-Kommissarin will Roaming-Gebühren abschaffen

31.05.2013

Telefonieren mit dem Handy und Internetsurfen im EU-Ausland sollen nach dem Willen der zuständigen EU-Kommissarin Neelie Kroes bald nicht mehr teurer sein als daheim. Kroes will die sogenannten Roaming-Gebühren ganz abzuschaffen, wie sie am Donnerstag in Brüssel erklärte.

Roaming-Kosten fallen an, wenn jemand mit seinem Handy oder Smartphone im Ausland telefoniert, das Internet nutzt oder Textbotschaften schickt. Auch ankommende Anrufe kosten oft mehr als daheim. Die EU-Kommission hat die Roaming-Kosten bereits gedeckelt. So dürfen selbst getätigte Anrufe seit Juli vergangenen Jahres höchstens noch 35 Cent einschließlich Mehrwertsteuer kosten, eingehende Anrufe zehn Cent und SMS elf Cent.

 

Kroes ist das aber nicht genug. Sie verweist auf den europäischen Binnenmarkt. Dessen Grundgedanke liegt darin, dass die Landesgrenzen für Firmen und Verbraucher keinen Unterschied mehr machen sollen. Höhere Telefongebühren im Ausland passen da nicht hinein. Aus Kommissionskreisen wird zwar zugestanden, dass gewisse Mehrkosten für Auslandsanrufe technisch bedingt sein können. Diese seien aber so gering, dass sie kaum ins Gewicht fielen. Davon abgesehen sind die Roaming-Gebühren laut Kommission nach Land und Anbieter sehr verschieden.

 

Kroes wollte ihren Vorstoß zunächst im Europaparlament präsentieren. Sie legt den Abgeordneten laut Redetext ans Herz, die Vorschläge bis Ostern 2014 zu verabschieden - also kurz vor den Europawahlen im Mai 2014. "Ich will, dass Sie zu Ihren Wählern zurückgehen können und sagen, dass Sie die Roaming-Kosten abschaffen konnten", hieß es im Redetext. Falls das Parlament und daneben die EU-Staaten mitmachen, könnten die Roaming-Kosten wohl 2015 wegfallen, sofern die gewöhnlichen Übergangsfristen für EU-Gesetze angelegt werden.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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