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2010: Küchenmöbler mit leichten Rückgang / Exportmotor brummt / positive Aussichten für 2011

17.01.2011

Zufrieden mit der Ergebnissen des Vorjahres zeigt sich die österreichische Möbelbranche. Vor allem Garten-, Schlaf-, Ess- und Wohnzimmermöbel waren gefragt. Einen leichten Rückgang (-0,9 Prozent) verzeichneten unterdes die Küchenhersteller. Allerdings: der Exportmotor springt wieder an, woran auch die rege Nachfrage an Küchenmöbel im Ausland verantwortlich ist.

2009 lag das Exportminus (gesamte Möbelbranche) noch bei beachtlichen -16 Prozent. In den ersten drei Quartalen 2010 wurden schließlich Möbel im Wert von insgesamt 978 Mio. Euro exportiert, das bedeutet ein Minus von (nur noch) 1,1 Prozent gegenüber Vorjahr. Exportschlager waren dabei laut Statistik Austria Küchen mit einem Plus von 9,2 Prozent (33 Mio. Euro).

 

Deutschland ist und bleibt der wichtigste Absatzmarkt für österreichische Möbel mit einem Exportvolumen von 395 Mio. Euro (+1,8%). Platz 2 geht in der EU an Italien mit 63 Mio. Euro (-23,4%), außerhalb der EU ist die Schweiz zweitwichtigster Handelspartner mit 112 Mio. Euro (+10,8%). Polen kommt auf Platz 3 mit 45 Mio. Euro (+15,9%), gefolgt vom Vereinigten Königreich (34 Mio. Euro, +2,7%).

 

Möbelhersteller sind optimistisch

 

Laut WIFO-Befragung für das vierte Quartal 2010 schätzen die Unternehmen der Österreichischen Möbelindustrie die Branchensituation positiv ein: Die wirtschaftliche Lage der Branche habe sich im letzten halben Jahr deutlich entspannt. Hier gilt es jedoch die unterschiedliche Situation in der Wohn- und Büromöbelbranche zu beachten.

 

Erfreulicherweise befinden sich sowohl die Auftragsbestände in ihrer Gesamtheit als auch die Auslandsauftragsbestände weiterhin auf einem überdurchschnittlich guten Niveau. Die Unternehmen berichten so wie auch schon im vorherigen Quartal von einer Zunahme der Produktion, die vergleichsweise stark ausfällt. Man erwartet für die kommenden drei Monate zwar weitere Produktionssteigerungen, jedoch nicht in dem hohen Ausmaß wie im vergangenen Quartal.

 

Die Verkaufspreise haben sich in den letzten drei Monaten leicht positiv entwickelt und auch für die nächsten Monate rechnet die Branche mit einem weiteren Anstieg sowie mit einer moderaten Steigerung des Beschäftigtenstands. Hinsichtlich der zukünftigen Geschäftslage herrscht vorsichtiger Optimismus: man geht davon aus, dass sich die Lage in den kommenden sechs Monaten noch weiter verbessern wird.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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