Direkt zum Inhalt

20 Prozent des Jahresumsatzes in acht Wochen

19.02.2020

GfK hat den Markt für technische Konsumgüter beleuchtet: Demnach werden mittlerweile 20 Prozent des gesamten Jahresumsatzes innerhalb von nur acht Wochen erzielt. Konkret hat der Black Friday Weihnachten als umsatzstärkstes Shopping Event in viele Märkten Europas und der Welt überholt, geht aus den Daten der GfK hervor.

Der Black Friday, Weihnachten und die Nachweihnachtszeit machen insgesamt ein Fünftel des Jahresumsatzes im Handel aus. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Anstieg von sechs Prozent. Die einzelnen „Kauferereignisse“ unterscheiden sich demnach auch erheblich stark in ihrer Dynamik. Die Umsatzzahlen an Black Friday wachsen extrem stark – um 114 Prozent im Vergleich zu einer Durchschnittswoche. Doch auch die Absätze des Weihnachts- und nachweihnachtlichen Geschäftes sind nicht zu unterschätzen. Sie liegen 45 beziehungsweise zwölf Prozent über dem einer normalen Woche.

Während das Geschäft nach Weihnachten also immer stärker wächst, ist das eigentliche Weihnachtsgeschäft rückläufig. „Die Umsatzdynamik setzt früher denn je ein“, erklärt Norbert Herzog, GfK-Experte im Bereich Retail. „In unseren Point of Sales Zahlen können wir immer stärker einen Black-Friday-Effekt erkennen, der mehr und mehr Verkäufe in den November verschiebt. 2019 stiegen bereits in der Woche vor Black Friday die Verkäufe dank vermehrter Preisaktionen um satte 17 Prozent an. Händler können mit diesem Wissen zusätzliche Potenziale hinsichtlich ihrer Promotionsaktivitäten ausschöpfen“, meint Herzog.

Umsatzsteigerung von 200 Prozent

Die Anteile der Onlineverkäufe liegen nicht an allen drei Shopping Events über denen einer durchschnittlichen Woche – beispielsweise an Weihnachten. Sie erreichen jedoch am Black Friday ihren Höhepunkt mit einer Umsatzsteigerung von 200 Prozent. Das spiegeln auch die Ergebnisse der GfK-Studie „FutureBuy“ wider. Rund 88 Prozent der Befragten stimmen demnach der Aussage zu: „Saisonale Rabatte bewirken, dass ich mehr Online-Einkäufe tätige“. Zudem rufen Verbraucher eher Händler-Webseiten direkt auf als Suchmaschinen zu nutzen, was wiederum Händlern ermöglicht, ihre Werbekampagnen zielgerichtet einzusetzen.

Der größte Umsatz wird an Black Friday nach wie vor mit Unterhaltungselektronik erzielt, gefolgt von Haushaltskleingeräten auf dem zweiten und Informationstechnologie auf dem dritten Platz. An Weihnachten ändert sich dieses Bild. Dann sind besonders Haushaltskleingeräte gefragt, denn Geräte rund um das Thema Schönheit bieten großes Geschenkpotenzial. Auch Kameras und Produkte im Bereich der Telekommunikation verkaufen sich an Weihnachten, aber auch in der Zeit danach gut. Zu bemerken war laut GfK am Black Friday auch ein Trend zu Premiumprodukten. So stieg der Durchschnittspreis in der Black-Friday-Woche 2019 gegenüber einer normalen Woche um 40 Prozent an.

Werbung

Weiterführende Themen

Branche
19.02.2014

Nach vier Wachstumsjahren zeigte sich der Markt für technische Gebrauchsgüter im Gesamtjahr 2013 wieder rückläufig - trotz einem leichten Wachstum von plus 0,7 Prozent im ersten Halbjahr. Unter'm ...

Branche
27.11.2013

Der Trend bei Geschenken für das heurige Weihnachtsfest geht, neben Gutscheinen, Spielwaren und Büchern, auch zu den Elektroartikeln. Am meisten legen allerdings persönliche und selbstgemachte ...

Branche
20.11.2013

Das Ergebnis des GfK Temax Österreich weist im dritten Quartal 2013 das erste negative Signal aus. Während im zweiten Quartal mit einem Plus von 0,7 Prozent noch ein leichtes Wachstum zu ...

Branche
19.11.2013

Die Aufzeichnung privater Daten gerät zunehmend mehr in das Bewusstsein der Konsumenten: Die GfK-Studie "Daten & Schutz 2013" hat bei einer Befragung zu Tage gefördert, dass sich 70 Prozent ...

Branche
21.10.2013

In Österreich keimt Hoffnung auf ein Ende der seit 2008 herrschenden Wirtschaftskrise. Laut GfK Konsumklima steigt die Einkommenserwartung, die Anschaffungsneigung bleibt auf unverändert hohem ...

Werbung