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160.000 Euro Schulden: Steirischer Elektrohändler schlittert in den Konkurs

27.11.2018

Fehlende Buchhaltungskenntnisse und die daraus resultierende Tatsache, dass man die Abwicklung des gesamten Geldverkehrs einer dritten Person überließ, wurden dem Elektrohändler zum Verhängnis.

Seit 2009 existiert die Firma „Michael Thaller Elektrohandel“ in St. Johann in der Haide – unweit von Hartberg. Hauptgegenstand des Unternehmens ist der klassische Elektrohandel, also der Verkauf von Haushaltsgeräten und Unterhaltungselektronik. Ob man im kommenden Jahr das zehnte Firmenjubiläum feiern kann, ist allerdings fraglich, wie der Kreditschutzverband von 1870 (KSV) mitteilt. Auf Gläubigerantrag wurde jetzt nämlich ein Insolvenzverfahren über das Unternehmen eröffnet.  

Laut KSV sind insgesamt sieben Gläubiger von der Insolvenz betroffen, wobei sich die Passiva auf 162.900 Euro belaufen. Demgegenüber stehen Aktiva in Höhe von 2.000 Euro. Als Grund für die Insolvenz werden vom KSV die fehlenden Buchhaltungskenntnisse des Schuldners sowie die Abwicklung des gesamten Geldverkehrs durch eine dritte Person, ins Treffen geführt.

Schuldner will weitermachen

Der Inhaber will sein Unternehmen auch während des Konkurses fortführen. Ob der Fortbetrieb ohne weitere Schädigung der Gläubiger möglich ist, wird Masseverwalter Bertram Schneeberger prüfen. Erklärtes Ziel ist jedenfalls die Entschuldung durch einen Sanierungsplan. Die gesetzlich dafür vorgesehene Mindestquote beträgt 20 Prozent. Ein konkreter Zahlungsvorschlag liegt laut KSV jedoch noch nicht vor.

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