Wen wundert’s da also, dass man dem Smart-Grid eine große Zukunft vorhersagt, die es auf IFA heuer schon zu sehen gab. Der Hintergedanke: Über die Stromnetze werden aktuelle Strompreisinformationen und Verbrauchsdaten übertragen, die von Waschmaschine & Co. ausgewertet werden können. Auf diese Weise schalten sich die Geräte automatisch zu Zeiten an, wenn die Kraftwerke mehr Strom liefern als abgenommen wird.
Diese Energie ist dann natürlich nicht nur besonders günstig, auch werden Verbrauchsspitzen vermieden. Letzteres führt dazu, dass man zahlreiche Kraftwerke einsparen kann, die derzeit eigentlich nur dazu da sind, Verbrauchsspitzen auszugleichen und ansonsten recht unausgelastet sind. Auf Konsumenten-Seite sollen sich so etwa 30 Euro pro Jahr und Waschmaschine einsparen lassen, rechnete beispielsweise Miele den IFA-Besuchern vor.

Martini: "Wir sind bereit. Jetzt müssen nur noch die passenden Stromnetze kommen"
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Liebherr gibt sich das Tripple-Plus
In Deutschland läuft derzeit ein Pilotprojekt mit Stromversorger EnBW, wobei günstiger Strom in Liebherr-Gefriertruhen eingespeist wird, um so Kältereserven anzulegen. Kurz: Auch der Kühlgeräte-Profi hat sich des Zukunftsthemas angenommen. Einen Wermutstropfen gibt’s aber. „Unsere Geräte sind ab der kommenden Saison für Smart-Grid vorbereitet, nur leider gibt’s die dazu passenden Stromnetze noch nicht. Außer bei Pilotprojekten“, bedauert Liebherr-Chef Alfred Martini im Gespräch mit Elektrojournal Online.
Bis es also soweit ist, wird bei Liebherr weiterhin auf herkömmlichem Wege gespart, und dieser heißt A+++ oder – offiziell gesprochen – A-60%. Bereits heute verfügt man über drei NoFrost-Standgefrierschränke sowie zwei Gefriertruhen in der allerbesten Effizienzklasse. „Diese Palette werden wir im kommenden Frühjahr erweitern“, so Martini. Besonders stolz ist Martini in diesem Sinne auf „seinen“ Stiftung Warentest-Sieger, die Gefriertruhe GTP 2356, die mit 117 kWh/Jahr etwa 60 Prozent weniger Strom als Energieeffizienzklasse A verbraucht
Von der kürzlich gestarteten UFH-Prämie erwartet sich Martini übrigens wieder deutliche Impulse, die auch schon bei der ersten Aktion im Frühjahr spürbar waren. „Es gab einen erfreulichen Nachfrageanstieg, obwohl der österreichische Markt auch sonst schon, auf einem recht guten Niveau unterwegs ist.“ Liebherr verzeichnet 2010 bereits ein zweistelliges Umsatzwachstum. Die geplante Betriebserweiterung im Werk Lienz muss aber dennoch warten. „Wir haben die Erweiterung um ein Jahr verschoben.“ Und auch die Kurzarbeit ist noch nicht ganz vom Tisch. „Es wäre möglich, dass wir nach Saisonende noch ein paar Tage Kurzarbeit einschieben müssen“, so Martini.

Die A-60%-Range wird bei Liebherr im Frühjahr erweitert
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Hand drauf: Hanzl und der neue Superstar unter den Bosch-Waschmaschinen, die EcoLogixx 8
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Wer braucht da noch das iPhone?
Bosch und Siemens haben ihren Waschmaschinen nämlich i-DOS verpasst, ein automatisches Waschmittel-Dosiersystem, welches seinem Besitzer hilft, sowohl Wasser als auch Energie einzusparen. Verbaut in den EcoLogixx 8- (Bosch) und iQ 700-Waschmaschinen (Siemens) passen sich Waschmitteldosierung und der gesamte Waschprozess optimal an die Erfordernisse der Wäsche an - vollautomatisch, inklusive evtl. notwendiger Nachdosierung.
Die Geräte erfassen dabei sowohl die Beladung als auch die Gewebeart und den Grad der Verschmutzung. Laut BSH können bis zu 7.062 Liter Wasser dank i-DOS eingespart werden. „Hinzu kommen natürlich die entsprechenden Einsparungen beim Waschmittel, weil ja nicht mehr überdosiert werden kann“, erklärt BSH-Pressesprecherin Romi Brandel.
Nebst den Waschmaschinen beherrscht das Thema Energieeffizienz und Nachhaltigkeit die komplette BSH-Produktpalette. Die „Green Technology inside“-Geräte verbrauchen noch weniger Energie als im vergangenen Jahr: „Kühlschränke etwa bis zu 60 Prozent weniger als Energieeffizienzklasse A, dank effizienter Kühlkreisläufe und Vakuum-Isolations-Paneelen“, so BSH-Mann Andreas Hanzl. Im Herbst 2010 erhalten die ActiveWater-Geschirrspüler von Bosch außerdem ein TurboSpeed-Programm: Nach dem Aufheizen werden 13 Gedecke binnen 20 Minuten gespült. Neu im Sortiment sind Einbauherde, die dank optimierter Aufheizvorgänge und Isolierung 30 Prozent sparsamer als EEK A sind.
Rekordverdächtig sind übrigens auch der Siemens iQ 500-Vollwaschtrockner, der mit 57 Litern etwa 40 Prozent weniger Wasser fürs Waschen und Trocknen verbraucht als herkömmliche Geräte, sowie der ecostar2-Geschirrspüler, der pro Spülgang nur 0,73 kWh Strom benötigt.

Einmal mehr beeindruckend waren die IFA-Aufritte von Bosch & Siemens: großzügige Flächen und edles Ambiente
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Rahmenprogramm: Nebst Tanzeinlagen mit Staubsaugern und Waschtrommeln gab's für die Besucher auch regelmäßige Modeschauen
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Auch Miele greift aufs Stromnetz zu
Miele stellte auf der IFA Smart-Grid-fähige Hausgeräte vor. Besonders interessant sind diese derzeit für den deutschen Markt. In Deutschland müssen die Stromversorger ab 2011 nämlich unterschiedliche Stromtarife anbieten. Die ersten Smart-Grid-Geräte, die der Weißwaren-Experte auf der IFA zeigt, sind eine Waschmaschine und ein Trockner. Die Modelle können mit einem zusätzlichen Kommunikationsmodul ausgestattet werden und tauschen über die vorhandene Stromleitung im Haus Daten mit dem Miele-Gateway aus. Auf dem Gateway sind sowohl Steuerungsfunktionen wie „Start“ und „Stop“ als auch ein Kalender hinterlegt.
Auf Großgeräte-Seite zeigte Miele die neuen Waschmaschinen und Wäschetrockner „Supertronic“. Die Bedienung funktioniert über ein Touchdisplay. Auf Wunsch können Programme individuelle abgespeichert werden. Die Waschmaschine punktet mit der neuen „AutoDos“-Funktion zur automatischen Dosierung von Flüssigwaschmittel und Waschpulver. Die zusätzliche „SteamCare-Technik reduziert den Bügelaufwand. Der Supertronic-Wäschetrockner läuft mit Wärmepumpen-Technik und spart laut Hersteller bis zu 50 Prozent Energie.
Um alle Hausgeräte auch immer im Blick zu haben, bietet Miele die iPhone-Anwendung „InfoControl Plus“ an. Via W-Lan kann sich der Benutzer innerhalb des ganzen Hauses den Status der Geräte, also das gewählte Programm oder die Betriebsart sowie die verbleibende Restlaufzeit anzeigen lassen. Neu ist außerdem, dass die Geräte jetzt auch mobil gesteuert werden können.

So funktioniert Smart-Grid: Auf Displays wurden den Besuchern die technischen Grundlagen anschaulich erklärt
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Bis zu acht Kilogramm Wäsche findet im Gorenje-Dampftrockner SteamTech D 82426 Platz
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Gorenje vernetzt die Küche
Für Gorenje ist’s ganz klar: in der Küche von morgen wird Vernetzung eine große Rolle spielen. Deshalb präsentierte man auf der IFA auch eine neue Applikation GreenConnected, eine Weiterentwicklung des bestehenden iGorenjeSystems. Die GreenConnected-Applikation kann die Parameter so genannter Smart-Grids verarbeiten. Zu solchen Netzen gehören intelligente Stromzähler (Smart Meter), die den Stromverbrauch automatisch überwachen können. Das Ziel: einen gleichzeitigen Betrieb und somit eine Überschreitung des maximalen Stromverbrauches zu Spitzenzeiten zu verhindern. Speziell für Kühlgeräte wurde dazu übrigens eine Einbaubatterie entwickelt, die die Stromversorgung für das Gerät übernehmen kann.
Auf Produktseite zeigte Gorenje vier neue Induktions-Kochfelder der XtremePower-Serie. Die Modelle IS 742 AXC, IS 642 AXC, IS 2702 P2 (Pininfarina) und IS 2602 P2 (Pininfarina) punkten unter anderem durch die PowerBoost-Funktion. Hochleistungsinduktionsspulen sowie zwei Kühlungslüfter mit doppelter Betriebsleistung sorgen für eine Steigerung der Wärmeleistung um bis zu 20 Prozent. Es kann auf höchster Leistungsstufe auf allen Kochzonen gleichzeitig gekocht werden. Bei Bedarf kann der BoilControl-Überkochschutz zugeschaltet werden. Mit der Stop&Go-Funktion lässt sich der Kochvorgang blitzschnell vorübergehend unterbrechen. Durch erneutes Berühren des Stop@Go-Sensors wird der Kochvorgang unmittelbar fortgesetzt. Die automatische Topferkennung stellt optimale Kochergebnisse bei minimalem Energieverbrauch sicher.
Ein weiteres Highlight ist der Gorenje-Dampftrockner SteamTech D 82426. Das Gerät fasst bis zu acht Kilogramm Wäsche. Der Programmwahlknopf ist ergonomisch geformt. Das LED-Display verfügt über eine Startzeitvorwahl. Ein spezielles Dampf-trocknungsprogramm für Hemden macht, laut Hersteller, das Bügeln nahezu überflüssig. Bis zu fünf Hemden werden innerhalb von 20 Minuten getrocknet.

Jetzt wird’s heiß: die Induktions-Kochfelder der XtremePower-Serie steigern die Wärmeleistung um bis zu 20 Prozent
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Sharp macht’s jetzt auch in Weiß
Sharp will nicht nur bei den Kleingeräten, sondern auch bei der Weißen voll durchstarten. Auf der IFA wurden bereits zwei Premium-Kühlschränke mit Dual Swing-Türöffnung vorgestellt. Das heißt, der SJ-WS360T und der SJ-WS320T sind jeweils nach links, als auch nach rechts zu öffnen. Diese Technik ermöglicht das flexible Platzieren der Stand-alone-Geräte. Die beiden A++ Bottom-Freezer punkten aber auch mit den inneren Werten. Integriert sind Hybrid-Cooling, Plasmacluster-Technologie und LED-Beleuchtung. „Die Geräte gibt es auf der Futura zu sehen“, verspricht Vertriebsleiter Herbert Windisch.
Das Hybrid-Cooling-System verbindet die statische Kühlung sowie eine dynamische Lüftungskühlung, die für eine gleichmäßige Verteilung der kalten Luft im gesamten Gerät sorgt. Die Sharp eigene Plasmacluster-Technologie reduziert zudem die Ausbreitung von bestimmten Schimmelpilzen und unterstützt damit die Hygiene im Kühlraum. Unangenehme Gerüche verhindert der integrierte Geruchsfilter. Die „no-frost“ Funktion verhindert die Reifbildung.

Ob von links oder rechts, den neuen Kühlschränken von Sharp ist’s egal. Sie lassen sich von beiden Seiten öffnen, erklärt Windisch
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