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Siemens: Cyber-Security-Zertifikat für digitale Netzautomatisierung

09.02.2017

Es wird Zeit, die österreichischen Netze fit für alle nötigen Anforderungen in Punkto Cyber Security zu machen. Hier kommt Siemens ins Spiel und engagiert sich darüber hinaus in diversen österreichischen Smart Grid-Forschungsprojekten.

Siemens erhielt vom TÜV Süd ein Zertifikat für seine Netzautomatisierungslösungen, die der internationalen Normenreihe IEC 62443 genügen. Das Secure-Substation-Framework wurde nach IEC 62443-2-4 (Anforderungen an Systemintegratoren) und nach IEC 62443-3-3 (Anforderungen an die Security-Funktionen der Systeme) zertifiziert. Die in der Zertifizierung beschriebenen Prozesse sorgen für die nötige Transparenz aller sicherheitsrelevanten Abläufe.

Auf dieser Basis entwickelt und implementiert Siemens für Stromversorgungsunternehmen und Netzbetreiber Netzautomatisierungslösungen, die in puncto Cyber Security auf neuen internationalen Standards basieren und an aktuelle Sicherheitsrichtlinien angepasst sind.

Siemens Österreich ist darüber hinaus seit September 2015 nach der internationalen Sicherheitsnorm ISO 27001 zertifiziert. Beim Projekt Security-4-Utilities wird gemeinsam mit Kunden und Partnern daran gearbeitet, die österreichischen Netze fit für alle nötigen Anforderungen in Punkto Cyber Security zu machen. Darüber hinaus engagiert sich Siemens in diversen österreichischen Smart Grid-Forschungsprojekten – unter anderem in Wien/Aspern, Villach und Köstendorf.

Neben den bisherigen Standards für Cyber Security hat sich die IEC 62443, nach der Siemens nun zertifiziert wurde, zu einem Sicherheitsstandard entwickelt. Die Norm geht weiter als andere Standards und definiert Anforderungen für alle Akteure: Produktanbieter, Systemintegratoren und Betreiber. Während die Zertifizierung nach IEC 62443-2-4 auf einem von Siemens entwickelten Sicherheitskonzept und Engineering-Prozess basiert, ist das Secure Substation Framework Grundlage für die Evaluierung nach IEC-62443-3-3. Dieser Sicherheitsrahmen wird von Produkten wie dem Stationsautomatisierungssystem Sicam PAS/PQS und Sicam AK3 gebildet, sowie dem Bedien- und Überwachungssystem Sicam SCC, den Schutzgeräten Siprotec 5 und dem Ruggedcom-Portfolio, bestehend aus Switches, Routern und Firewalls.

Digitalisierung und Cyber Security sind zwei eng miteinander verflochtene Themen, die für Siemens von hoher strategischer Bedeutung sind. Bei der Weiterentwicklung von Cyber-Security-Maßnahmen für seine Netzautomatisierungsprodukte, -systeme und -lösungen beispielsweise verfolgt Siemens einen umfassenden Sicherheitsansatz, der von internationalen Standards wie der IEC 62443 getrieben wird.

Um die Sicherheitsstandards für intelligente Stromversorgungsnetze weiter zu verbessern, sind Siemens-Experten in den internationalen Standardisierungsorganisationen vertreten. Darüber hinaus berät Siemens Aufsichtsbehörden bei technischen und prozessbezogenen Themen. Dank eines unternehmensweiten Cyber Emergency Response Teams (CERT) hat Siemens einen weltweiten Überblick über aktuell auftretende Schwachstellen. Dies gilt unter anderem auch für die Cyber Security von Stromversorgungsnetzen, in denen die Digitalisierung weiter voranschreitet.

Autor:
Redaktion Elektrojournal
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